CD - Unter dem Milchwald

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Hörbeispiele
Hörspiel von Dylan Thomas mit Musik von Bodo Wartke. Von Bodo handsigniert.
- von: Dylan Thomas/Sven Schütze/Bodo Wartke
- Artikelnummer: 6199151
- Gewicht: 94 g
- Erstveröffentlichung: 26.10.2005
- Regisseur: Sven Schütze
- Mitwirkende: Bodo Wartke und 42 Teilnehmer/innen des Kulturprojektes Heimat der Wege
- Spieldauer: 54 Min.
- Besondere Merkmale: 6-seitiges Booklet mit einem Text über Heimat der Wege und seine Arbeit an dem Projekt
- Anzahl an Tracks: 14

Verfügbarkeit: sofort lieferbar

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Dylan Thomas’ "Unter dem Milchwald", ein Klassiker der Hörspieldichtung, in der Fassung des Kulturprojektes "Heimat der Wege". Regie & Textfassung: Sven Schütze, Dramaturgie: Manfred Scharfenstein.

42 BewohnerInnen der Region Segeberg/Stormarn – Laien und Amateure – leihen den Käuzen, Originalen und Prinzessinnen von Llareggub ihre Stimmen. Thomas’ satirischer und bissiger Blick auf die Einheimischen seiner Heimat Wales trifft auf die Geschichten der Menschen im ländlichen Schleswig-Holstein.

Einen Tag lang begleiten die Hörer die Menschen eines erfundenen Kleinstädtchens. Zwischen Liebeswerben, Zank und sehnsüchtigem Schmachten offenbaren seine Bewohner ihren Alltag und ihre verborgenen Geheimnisse.

Verwoben mit den Klangeindrücken der Region und untermalt von Bodos stimmungsvoller Musik entsteht ein zeitgenössisches Hörspiel, auch über die Nachbarn im eigenen Dorf.

Bodo hatte seine Musik bereits für eine Bühnenfassung des Hörspiels, die Sven Schütze 1997/8 mit einer freien Theatergruppe inszenierte, geschrieben. Er komponierte drei Instrumentalstücke (die auf der CD sowohl im Hörspiel als Hintergrundmusik als auch extra ohne darüberliegenden Sprechtext zu hören sind) und vertonte zwei der Gedichte, die von Dylan Thomas als Lieder konzipiert waren. Vor allem bei seinem Umgang mit den Texten von Thomas ist Bodos kabarettistischer Stil unverkennbar. Und auch die reinen Klavierstücke sind unverwechselbar er - Kleinode des ganz "frühen Bodo"!

 

Kundenmeinungen

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Kundenmeinung von Anne Wolf:
Ein rundum gelungenes Hörspiel! Allein Dylans Sprache ist fantastisch, und die Formulierungen haben einen subtilen Humor, der trotz aller "Dreistigkeit" seine Personen liebevoll und einfühlsam beschreibt. Die Vertonung unterstreicht die jeweiligen Stimmungen unaufdringlich, aber eindringlich und verleiht dem Ganzen Leben und jede Menge Atmosphäre. Ganz großes Kino ist natürlich auch die Musik! Bei Polly Garter's Lied hört man schon sehr genau, wer hier an den Tasten sitzt, Bodofans kommen also voll auf ihre Kosten. Ich kann "Unter dem Milchwald" (das man übrigens auch immer wieder anhören kann, weil einem immer wieder etwas Neues auffällt) wirklich sehr empfehlen! (Veröffentlicht am 03.04.2007)
Kundenmeinung von Maren:
Da lag nun also diese Cd auf meinem Schreibtisch! Ein Hörspiel? Tja, wer hat denn heute noch Zeit dafür. So lange sitzen und zuhören. Mal sehen.
Aber dann: Auf einmal waren da Erinnerungen, wie ich es als Kind genossen habe, mit meiner Großemutter am Samstag über ihr altes Röhrenradio dem Hörspiel zu lauschen. Ich auf dem Teppich vor ihrem Sessel, Großemutters Hände in meinen Haaren. Es ging nicht um das Hörspiel. Es ging darum, gemeinsame Zeit zu verbringen.

Nun gut, meine Großemutter lebt schon lange nicht mehr. Das Röhrenradio steht bei mir auf der Fensterbank. Und die Zeiten der Hörspiele sind nun ja auch fast perdu. Dieses Hörspiel aber ist ungemein faszinierend. Es strotzt nur so vor urgewaltiger Sprache. So dicht und satt empfinde ich es, daß mir das Schmunzeln einen warmen Schauer über die Handrücken säuselt. Endlich, endlich ist Frühling. Und die halbe Nachbarschaft lebt wieder auf und durch die Straße. Skurile Typen und Klatschweiber geben sich beim Bäcker die Klinke in die Hand. Die Vögel singen und nicht nur die. Es fühlt sich gut an.

Es ist herrlich, wie die Gestalten in der Geschichte Gestalt annehmen. Wie Kleinlichkeiten der Charaktere den Raum und die Ohren füllen und der Wiedererkennungswert mir meine Mitmenschen vor Augen führt.
Sven, wie hast Du nur diese tollen Sprecher alle aufgetan? Ich weiß, Eltern und Großvater haben auch ihren Beitrag geleistet. Aber die Kinder? Ich habe selber eine Zeit beim Radio gearbeitet und kann mich noch gut daran erinnern, wie schwierig es ist, Kindern einen "vernünftigen" O-Ton abzuringen. Ich kann allerdings nur ansatzweise nachfühlen, wie viel Arbeit es war, all die Geräusche zu finden, die die Atmosphäre so untermalen, daß man hinhört und es auch ein zweites Mal tut. Ich denke, ich werde noch beim vierten, fünten, achtzehnten Mal liebenswerte Kleinlichkeiten entdecken, die alles - wie meine Chefredakteurin immer sagte - zu "Farben für die Ohren" werden lässt, ein Klingeln der Kasse, der Buchfink im Kirschbaum des Pfarrers, der Hund, der bellend von links nach rechts über meinen Schreibtisch hechtet. Und immer werde ich die Hände meiner Großemutter in meinen Haaren spüren.

Diese CD ist ein großes Geschenk für mich. Mehr, als ich es mir durch die Beschreibung hätte träumen lassen.

Danke!!

Maren (Veröffentlicht am 30.03.2006)
Kundenmeinung von Nele:
Beim ersten Anhören machte ich den Fehler, mich neben eine ratternde Nähmaschine zu
setzen, an der mein Vater gerade Vorhänge nähte und ständig vor sich hin fluchte, weil
seine Berechnungen nicht aufgingen, und neben einen gameboyspielenden Bruder, der
ebenfalls fluchte, weil er seine Gegner nicht rechtzeitig besiegte; und als ich dann
lauter stellen wollte, kam meine Mutter von nebenan ins Zimmer und fragte, was das
denn für ein Lärm sei (musst du dir ungefähr so vorstellen: "Stille... -
rattarattarattaratta - Oh, Mist, das ist viel zu kurz geworden! -
Rattarattarattaratta... Klick, klick, klick - Mann, ist das schwer! Jetzt komm ich
wieder nicht ins nächste Level! Klick, klick ... Dann: Anfängen, wo es anfängt... -
Nele, kannst du mal leiser machen, ich muss mich nebenan konzentrieren...rattaratta,
klick,klick, es ist Frühling, rattaratta,..."), sodass ich die CD erstmal genervt
zwei Tage beiseite legte. Dann aber, als mir bewusst wurde, dass die arme CD ziemlich
wenig dafür konnte, dass mir euer Projekt als "unruhiges Geschwafel" vorkam, kramte
ich sie wieder hervor, und - siehe da - ich fand sie richtig gut und finde sie von Mal
zu Mal, das ich sie höre, besser, weil immer wieder versteckte Witze oder ironische
Feinheiten zu entdecken sind. Richtig lachen z.B. muss ich an der Stelle "Ein Baby
schreit", woraufhin Baby UND Opa anfangen zu schreien. Und von der Melodie der Stelle
"Nur du kannst die Häuser schlafen hören, in den Straßen, ...; nur du kannst in den
vorhangblinden Schlafzimmern die Kämme sehen, die Unterröcke, ..." ( später ist mir
aufgefallen: Das liest ja Sven!) habe ich in den letzten Tagen sogar einen Ohrwurm.
Wirklich schön gelesen. Nur den "Milchwald" in dem Ganzen versteh' ich noch nicht,
aber von Stimmung und Charakteren kann man sich ansonsten gleich ein Bild machen.
Toll. Werde sie gleich nochmal hören. (Veröffentlicht am 28.03.2006)

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Titelliste

01 Unter dem Milchwald
02 Kirchengeläut und Kassengeklingel
02 Anfangen, wo es anfängt
04 Sieh hinter die Augen der Träumer!
05 Arsenik am Morgen
06 Halb zwölf, da machen die Wirtshäuser auf
06 Halb zwölf, da machen die Wirtshäuser auf
07 Llareggub ist eine warme, wilde Frucht
08 Die schlimmen Kinder
09 Der langsam lullende Nachmittag
10 Das weiße Buch
11 Nun ist die Dämmerung ertrunken
12 Morgen in Llareggub
13 Rosie Proberts Melodie
14 Walzer der Betrunkenen
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